„Fischbach im Wandel der Jahrhunderte“
Willkommen in Fischbach – wo Tradition auf Natur trifft
Fischbach bei Idar‑Oberstein blickt auf eine lange Geschichte zurück: vom historischen Kupferbergwerk über blühende Handwerksbetriebe bis hin zu kleinen Gasthäusern, die das Dorfleben prägten. Heute verbindet Fischbach historische Spuren mit naturnaher Lebensqualität – ein Ort, an dem Vergangenheit, Gemeinschaft und die Schönheit der Hunsrücklandschaft lebendig bleiben.
Wir, das ist die Interessengemeinschaft Dorfrundgang, möchte diese Tradition am Leben erhalten.
Seit März 2024 führen wir daher einmal im Monat einen sogenannten Dorfrundgang statt.
Dort treffen sich Menschen, auch aus den Nachbargemeinden, um ein wenig mehr über Fischbach zu erfahren.
Termine und Motte werden wir jeweils hier bekannt geben.Auf der Seite berichten jeweils vom letzten Rundgang und machen auch Dokumente sichtbar und downloadbar.
März 2026
🌾 Winter into Spring
Zwischen den Gärten von Fischbach
Der Winter hält noch leise Wacht über Fischbach.
Ein dünner Schleier aus Frost liegt über den alten Gärten,
über Mauern aus Schiefer und den schmalen Pfaden,
die sich zwischen Hecken, Toren und Zäunen hindurchschlängeln.
Hier, im Hunsrück, spürt man den Wechsel der Jahreszeiten nicht nur
man atmet ihn.
Die Erde ruht, aber sie schläft nicht.
Unter den Wurzeln regt sich etwas, das noch keinen Namen trägt.
Ein leises Erwachen, kaum sichtbar, doch fühlbar.
Der Wind streicht über die Dächer, als wolle er die Kälte forttragen,
und irgendwo im Tal ruft schon der erste Vogel nach dem Licht.
Auf diesen alten Wegen,
auf denen früher die Menschen zum Brunnen gingen oder zum Feld,
tritt man heute ein in einen anderen Rhythmus.
Der Gang wird langsamer, der Blick weicher.
Man beginnt zu sehen, was sonst verborgen bleibt –
das kleine Wunder zwischen Stein und Moos,
den ersten Hauch von Grün im Grau.
„Winter into Spring“ –
das ist kein Spaziergang, sondern eine Einladung:
den Übergang zu spüren,
die Stille zu hören,
den Wandel zuzulassen.
Zwischen den Gärten von Fischbach zeigt sich,
dass alles miteinander verbunden ist –
der Mensch, die Erde, das Warten, das Werden.
Hier wird der Winter nicht verbannt,
er wird verabschiedet –
und der Frühling,
er wird nicht gefeiert,
sondern willkommen geheißen.
So gehst du Schritt für Schritt
durch ein Stück Hunsrück,
das in seiner Ruhe erzählt,
was Leben wirklich bedeutet:
Dass jeder Frost vergeht,
und dass in jedem Ende
der Anfang schon bereitliegt.
November 2025
Die Fischbacher Kirche und "Märchen & Psychologie
Normaler Weise starten unsere Rundgänge immer en der "Kleene Brigg" mitten Im Ort an der Gemeindehalle.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einstimmung geht es dann auch schon los.
Im November war es anders: Treffpunkt war die Fischbacher Kirche. Das war dem Rhema des Dorfrundganges geschuldet.
Die "neue" Fischbacher Kirche wurde in den Jahren 1853 bis 1855 erbaut. Die Einweihung fand am 8. Oktober 1855 statt.
3 Relikte wurden damals von der alten Kirche "Am Schimmbersch" mit in die neue Kirche übernommen:
- ein alter Taufstein
- alter Bilder des Malers Johann Georg Engisch
- die Stummorgel aus dem Jahr 1843
Um die beiden letzten Punkte sollte es dieses mal gehen. Unter anderem.
Zur Stummorgel hatten wir einen Experten gewinnen können. In einem lebhaften Vortrag erläuterte er die Besonderheiten dieses kleinen Schatzes, der 1843 für 900 Gulden in der alten Kirche installiert worden war.
Die Gebrüder Stumm, Orgelbauer aus der Nähe von Rhaunen hatten in 6 Generationen Orgeln in ganz Deutschland geliefert.
Gefertigt aus langsam wachsender Eiche aus dem Hunsrück. Nur eine Markenzeichen dieser kostbaren Instrumente.
Noch lebhafter war, dieses Instrument im Spiel mit dem Kirchenmusiker Wolfgang Fink zu erleben.
Klicken sie einmal rechts auf die Orgel.
Fasziniert lauschten die Teilnehmer des Rundgangs dem Klangpotpourri des Meisters, gedankt von schallendem Applaus der Anwesenden.
Der 2. Teil des Rundgangs führte ins Gemeindehaus neben an.
Neele Hahn hatte einen Vortrag zu ihrer Facharbeit "Märchen & Psychologie" vorbereitet.
Was haben Märchen mit Psychologie zu tun? Sind es nicht einfach schöne Geschichten, die man den Kindern vorliest?
Bei weitem nicht. Betrachtet man die einzelnen Charaktere und Personen der Märchen, werden die Hintergründe vieler Märchen erst deutlich.
Neele Hahn erklärte das anhand des Märchens Schneewittchen. Begleitet wurde sie dabei von einem wunderbaren Schattentheater.
Auch ihr war ein langanhaltender Applaus gewiss.
Unterstützt wurde der Abend von der Jugend. Ob belegte Brötchen, Suppe, Zwiebelkuchen und allerlei süßen Leckereien, war für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Damit schließen wir für das Jahr 2025 die Dorfrundgänge ab, vielleicht, um im Jahr 2026 mit neuen Themen zu starten.