Unsere schöne Landschaft bleibt erhalten ...
Nun ist es offiziell: die Fischbacher Kulturlandschaft wird nicht verschandelt.Hier der offizielle Text der Fischbacher Homepage (www.fischbach-nahe.de) zu lesen ist:
"Freiflächenphotovoltaik-Projekt wird nicht weitergeführt
Nach sorgfältiger Prüfung wurde entschieden, das Vorhaben nicht weiter umzusetzen. Alle Planungen werden damit eingestellt."
Besonders der Passus "Alle Planungen werden damit eingestellt", ist spannend. Als ich vor Monaten öffentlich genau auf diese Planungen hingewiesen habe, wurde ich auf der gleichen Homepage als Lügner bezeichnet und es wurde dazu aufgerufen "uns" zu meiden." Uns" waren in dem Fall Romana und ich. Danke für das öffentliche denunzieren.
Nun werden also die Planungen, die es nicht gab, eingestellt.
Es ist genau das eingetreten, was ich prognostiziert hatte: keine Genehmigung, keine Akzeptanz und nicht geringe Schwierigkeiten bereits im Vorfeld. Exakt das hatte ich versucht im Gemeinderat zu kommunizieren. Das stieß auf taube Ohren und Aussagen wie "Verweigerer". Auch das war nicht weiter schlimm. Solche Aussagen kommen, wenn die Gier (in dem Fall ein Taschengeld für die Gemeinde) das Gehirn vernebelt. Wenn Dollar- und Euro-Zeichen die Augen verschleiern.
Auch gut.
Dann wären es nicht nur vielversprechende Aussagen der Prokektierer, es waren glatte Lügen. Da hat der normale Menschenverstand ausgereicht um zu verstehen, dass es genau so geht.Genau so geht es nämlich nicht.
"Wir haben da schon Anfragen laufen." - Hatte man nicht.
"Wir haben da große Erfahrung." - Hatte man nicht.
"Die Probleme sind nicht groß und gut zu bewältigen." - Konnte man nicht.
Alles Verkaufsgeschwätz ohne fachlichen und sachlichen Background.
Aber wunderbar verpackt.
Wir reden hier von 30 -35 ha beste Natur und Kulturlandschaft, im Natura 2000 Gebiet, relativ klein parzelliert, kein Gemeindeland, unzählige Eigentümer, Erbengemeinschaften, Ausgleichsflächen, selten Tierarten, Trocken- und Magerrasen, und und und...
"Alles kein Problem." Offensichtlich doch. Das Projekt ist kläglich gescheitert. Und es war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Es gab schon einen Projektierer vorher. Der hatte zufällig bei der Vorstellung ein paar Naturschutzlayer in seinen Folien vergessen .Kann ja mal passieren. NEIN, kann es nicht, wenn ich seriös und professionell arbeite, und mein Geschäft nicht auf wacklige Beine stellen.
In der anberaumten Mitgliederversammlung wurde dann das blaue vom Himmel versprochen. Fragen wurden schwammig, falsch oder auch gar nicht beantwortet.
Jede Fachfrage konnte überhaupt nicht ausreichend beantwortet werden. Man könnte nur mit geschönten zahlen aufwarten, die allesamt falsch waren. Bei einem Teil des Publikums stieß man damit allerdings offene Türen weiter auf. Man könnte sogar direkt die Pachtverträge ordern. Wer an dem Tag nicht direkt "zuschlug ", wurde in den folgenden Tagen direkt von Projektierern Zuhause aufgesucht und bekniet. Und das gleich mehrfach. Unseriöser kann man nicht sein. Das grenzt an widerlich. Eine Frist für die Rücksendung der unterschriebenen Verträge wurde vereinbart und gleich mehrfach verlängert. Das hätte schon keine Überprüfung standgehalten.
Jetzt kam das AUS. Gut so.
Wir werden dennoch wach bleiben. Man wird sich auch noch weitere Male von diesen "seriösen" Banditen belatschern lassen. Wir sind da und wir sind wach.
Jetzt noch ein Dankeschön an die wenigen Menschen, die hinter uns standen. Danke an Romana und Jürgen. Wie viele Gespräche haben wir geführt? Überlegt, verworfen, überlegt, verworfen....Die vielen Stunden bei uns Zuhause, die vielen Gespräche auf der Straße, beim Spaziergang, am Telefon. Dankeschön .Auch Dankeschön an die Beteiligung aus anderen Gemeinden in Form von mentaler Unterstützung.
Und auch noch ein paar Worte an die Befürworter solcher Anlagen:
NEIN, wir sind keine Verweigerer von erneuerbaren Energien. Wir sind aber Verweigerer der maßlosen, planlosen und ideologischen Verschandelung der Umwelt. Die Infrastruktur ist nicht vorhanden, um solche Projekte sinnvoll zu betreiben. Noch nicht. Das erfordert eine Menge Fleißarbeit in der Zukunft. Bebaut die ohnehin versiegelten Flächen, bebaut die Dächer, schafft Speicher. Österreich verballert jährlich 1 Milliarde Euro, weil es auch dort so nicht funktioniert.
Wir sind da und werden auch weiter die Augen und Ohren offen halten, wen es wieder heißt: Flächenphotovoltaik mitten in unverbaute Natur. Der große Gewinner ist die Firma, nicht die Gemeinde.
In Fischbach ist eine große Seifenblase zerplatzt. Danke an mich für die Fotos und die KI für die treffende Grafik .
Manchmal zerplatzen sie, die Träume.
Wie Seifenblasen.
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